Ein fluffiges Omelett, das sich wie eine seidige Decke über würzig gebratenen Reis legt, dazu eine herzhafte Sauce – Omurice ist japanisches Komfortessen pur. Dieses Gericht verbindet westliches Omelett mit japanischem Gewürzprofil und wird zu Hause ebenso gern gegessen wie in kleinen Cafés.
Du brauchst dafür keine komplizierten Zutaten: ein paar Eier, übrig gebliebener Reis, etwas Gemüse und eine aromatische Sauce reichen aus. So wird aus einfachen Resten ein richtig besonderes Abendessen, das auf dem Teller beeindruckt, aber in der Pfanne schnell gemacht ist.
Was ist Omurice und warum ist es so beliebt?
Omurice ist ein japanisches Reisgericht, bei dem gebratener Reis mit Ketchup oder einer Tomatensauce gewürzt und anschließend mit einem weichen Omelett bedeckt oder umhüllt wird. In vielen Familien ist es ein typisches Wohlfühlessen, das sich leicht an den eigenen Geschmack anpassen lässt – mal mit Hähnchen, mal vegetarisch nur mit Gemüse. Die Kombination aus cremigem Ei, würzigem Reis und süß-herzhafter Sauce macht Omurice so unwiderstehlich.

Zutaten für Omurice
Eier – Sie bilden das Herz des Gerichts und sorgen für die fluffige, leicht cremige Hülle, die den Reis umschließt.
Gekochter Reis – Am besten eignet sich bereits gekochter, leicht abgekühlter Reis vom Vortag, weil er in der Pfanne schön körnig bleibt und nicht matschig wird.
Hähnchenbrust – In kleine Würfel geschnitten bringt sie Protein und einen milden, saftigen Biss in den gebratenen Reis. Du kannst sie bei Bedarf durch Tofu oder weglassen.
Zwiebel – Sie verleiht dem Reis eine süßliche Würze und bildet die geschmackliche Basis, auf der die übrigen Zutaten aufbauen.
Karotte und Erbsen – Dieses Gemüse bringt Farbe, Textur und zusätzliche Nährstoffe ins Gericht und macht den Reis sättigender und ausgewogener.
Ketchup und Sojasauce – Diese Mischung sorgt für den typischen Omurice-Geschmack: leicht süß, herzhaft und umami.
Butter oder neutrales Öl – Für das Anbraten von Reis und Omelett, damit nichts klebt und alles einen feinen Geschmack bekommt.
Salz und Pfeffer – Zum Abrunden und Feinjustieren der Würze.
Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch – Für Frische und ein appetitliches, grünes Topping auf dem fertigen Omurice.
So bereitest du Omurice zu
Schritt 1 – Reis vorbereiten
Bringe, falls nötig, den gekochten Reis auf Zimmertemperatur, damit er sich besser anbraten lässt. Klumpen mit den Fingern oder einer Gabel lösen, damit die Körner locker sind. Bereite das Gemüse vor, indem du die Karotte fein würfelst, die Zwiebel hackst und das Hähnchen in kleine Stücke schneidest.
Schritt 2 – Reisfüllung anbraten
Erhitze etwas Butter oder Öl in einer großen Pfanne. Brate zunächst die Zwiebel glasig, gib dann die Hähnchenwürfel dazu und brate sie, bis sie durchgegart und leicht gebräunt sind. Füge Karottenwürfel und Erbsen hinzu und brate alles weitere 2–3 Minuten. Rühre den Reis unter, damit er sich mit den übrigen Zutaten verbindet.
Schritt 3 – Reis würzen
Vermische Ketchup mit einem Schuss Sojasauce und gib die Mischung zum Reis. Rühre so lange, bis der Reis gleichmäßig in der Sauce eingefärbt ist und leicht glänzt. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab. Forme aus dem gebratenen Reis für jede Portion eine ovale Kuppel auf dem Teller und halte ihn warm.
Schritt 4 – Eier für das Omelett verquirlen
Schlage die Eier in eine Schüssel, würze sie mit einer Prise Salz und Pfeffer und verquirle sie mit Stäbchen oder einer Gabel, bis die Masse glatt, aber nicht schaumig ist. Je weniger Luft du einarbeitest, desto cremiger bleibt das Omelett im Inneren.
Schritt 5 – Omelett braten
Erhitze erneut etwas Butter oder Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze. Gieße die Eimasse hinein und rühre die Eier anfangs leicht mit Stäbchen oder einem Spatel, bis sie beginnen zu stocken, aber noch cremig sind. Streiche die Oberfläche glatt, sodass eine gleichmäßige Omelettschicht entsteht.
Schritt 6 – Omurice formen
Wenn die Unterseite des Omeletts goldgelb und die Oberfläche leicht feucht ist, lege die vorbereitete Reiskuppel mittig oder leicht versetzt auf eine Seite des Omeletts. Klappe das Omelett mit Hilfe des Pfannenwenders über den Reis, sodass eine geschlossene, ovale Form entsteht. Schiebe das Omurice vorsichtig auf den Teller.
Schritt 7 – Anrichten und garnieren
Verziere das Omurice mit etwas zusätzlichem Ketchup oder einer dunklen, leicht süßen Sauce (z. B. einer Mischung aus Sojasauce und etwas Zucker) in Streifen über das Omelett. Bestreue alles großzügig mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch und serviere das Gericht sofort, solange das Innere noch schön saftig ist.
Servieren und Aufbewahren
Omurice schmeckt am besten frisch, wenn das Omelett noch weich und der Reis dampfend heiß ist. Serviere es direkt aus der Pfanne, idealerweise mit einem kleinen Salat oder gedünstetem Gemüse als Beilage. Ein paar Gurkenscheiben oder ein frischer Krautsalat passen ebenfalls sehr gut dazu.
Reste kannst du im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bis zu 1 Tag aufbewahren. Beim Erwärmen in der Pfanne oder Mikrowelle wird das Omelett allerdings etwas fester. Wenn du weißt, dass du Reste haben wirst, ist es manchmal besser, nur den Reis vorzubereiten und die Eier frisch als Omelett dazu zu braten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Omurice ohne Fleisch zubereiten?
Ja, du kannst das Hähnchen einfach weglassen oder durch Tofu, Mais oder mehr Gemüse ersetzen. Achte dann darauf, den Reis etwas kräftiger zu würzen, damit das Gericht trotzdem schön aromatisch bleibt.
Welchen Reis sollte ich für Omurice verwenden?
Klassisch wird japanischer Rundkornreis verwendet, aber auch anderer weißer Reis funktioniert gut, solange er nicht zu klebrig oder zu weich gekocht ist. Reis vom Vortag eignet sich am besten, weil er weniger Feuchtigkeit enthält.
Wie bekomme ich ein schön weiches Omelett hin?
Brate das Omelett bei mittlerer Hitze und nimm die Pfanne rechtzeitig vom Herd, wenn die Oberfläche noch leicht cremig ist. Wenn du eine sehr beschichtete Pfanne und ausreichend Fett verwendest, kannst du das Omelett außerdem leichter formen.
Kann ich Omurice im Voraus vorbereiten?
Du kannst die Reisfüllung gut vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Das Omelett solltest du jedoch frisch braten, damit es zart und fluffig bleibt. So hast du im Alltag ein schnelles Gericht: Reis erwärmen, Omelett braten, kombinieren – fertig.
Welche Sauce passt außer Ketchup zu Omurice?
Neben klassischem Ketchup kannst du auch eine Mischung aus Ketchup und Worcestersauce, eine leichte Teriyaki-Sauce oder eine selbst angerührte Sojasauce-Zucker-Mischung verwenden. Auch etwas Mayo (z. B. japanische Mayonnaise) wird gern als Topping verwendet.
Wie mache ich Omurice kinderfreundlich?
Reduziere scharfe oder sehr würzige Zutaten und verwende etwas mehr Ketchup, damit der Reis leicht süßlich schmeckt. Du kannst außerdem kleine Gesichter oder Muster mit Ketchup auf das Omelett malen – das macht Kindern besonders Spaß.
Mehr Reisgericht-Ideen gefällig?
Wenn dir dieses Omurice gefällt, wirst du auch diese Reis-Favoriten lieben:
- Gebratener Reis mit Gemüse und Ei für ein schnelles, buntes Pfannengericht.
- Kimchi-Reis mit Spiegelei, wenn du es etwas würziger und fermentiert magst.
- Japanische Curry-Reisschale mit mildem Curry und zartem Gemüse.
- Teriyaki-Hähnchen auf Reis mit glasierten, süß-herzhaften Streifen.
- Onigiri (Reisbällchen) mit verschiedenen Füllungen als praktischer Snack für unterwegs.
Pin speichern + Ergebnisse teilen
📌 Speichere dieses Omurice auf deinem Pinterest-Board oder in deinen Lesezeichen, damit du jederzeit darauf zurückkommen kannst.
Und lass mich wissen, wie deine Version geworden ist: Hast du das Hähnchen durch Tofu ersetzt? Eine andere Sauce ausprobiert oder extra Käse in den Reis gemischt?
Ich freue mich immer zu hören, wie andere dieses Gericht für sich anpassen. Fragen sind auch willkommen – lass uns gemeinsam besser kochen und neue Varianten von Omurice entdecken.

Omurice
- Total Time: 30
- Yield: 2 Portionen
Description
Ein fluffiges Omelett, das sich wie eine seidige Decke über würzig gebratenen Reis legt, dazu eine herzhafte Sauce – Omurice ist japanisches Komfortessen pur. Dieses Gericht verbindet westliches Omelett mit japanischem Gewürzprofil und wird zu Hause ebenso gern gegessen wie in kleinen Cafés.
Ingredients
3 Eier
200 g gekochter Reis (am besten vom Vortag)
100 g Hähnchenbrust in kleinen Würfeln
1 kleine Zwiebel fein gehackt
50 g Karotte in kleinen Würfeln
50 g Erbsen (frisch oder TK)
2 Esslöffel Ketchup
1 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Butter für den Reis
1 Esslöffel Butter für das Omelett
1 Esslöffel neutrales Öl
1 Prise Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer
2 Esslöffel fein geschnittene Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch
2 Esslöffel zusätzliche Sauce zum Servieren (z. B. Ketchup oder Sojasauce-Zucker-Mischung)
Instructions
1. Den gekochten Reis auflockern, Klumpen mit einer Gabel lösen und beiseitestellen. Gemüse vorbereiten: Zwiebel fein hacken, Karotte in kleine Würfel schneiden, Erbsen abmessen. Hähnchenbrust in kleine Würfel schneiden.
2. Eine große Pfanne auf mittlerer Hitze erhitzen und 1 Esslöffel Butter mit dem Öl hinzufügen. Zwiebel darin glasig braten, dann die Hähnchenwürfel zugeben und braten, bis sie durchgegart und leicht gebräunt sind.
3. Karottenwürfel und Erbsen in die Pfanne geben und 2–3 Minuten mitbraten, bis das Gemüse etwas weicher ist. Den Reis hinzufügen und gründlich untermischen, damit sich alles gleichmäßig verteilt.
4. Ketchup und Sojasauce verrühren und über den Reis geben. Alles gut vermengen, bis der Reis gleichmäßig eingefärbt ist und leicht glänzt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den gebratenen Reis zu zwei ovalen Kuppeln formen und auf Teller geben. Warm halten.
5. Die Pfanne auswischen oder eine zweite beschichtete Pfanne verwenden. Eier in einer Schüssel mit einer Prise Salz und Pfeffer verquirlen, bis die Masse glatt, aber nicht schaumig ist.
6. 1 Esslöffel Butter in der Pfanne auf mittlerer Hitze schmelzen lassen. Eimasse hineingießen und die Eier zunächst leicht rühren, bis sie zu stocken beginnen, aber innen noch cremig sind. Oberfläche glattstreichen und zu einem dünnen Omelett auslaufen lassen.
7. Wenn die Unterseite goldgelb und die Oberfläche noch leicht feucht ist, eine Reiskuppel auf eine Seite des Omeletts setzen. Das Omelett mit einem Pfannenwender über den Reis klappen, sodass eine ovale Form entsteht, und vorsichtig auf den Teller gleiten lassen. Mit der zweiten Portion genauso verfahren.
8. Das Omurice mit zusätzlichen Saucestreifen (z. B. Ketchup oder einer Sojasauce-Zucker-Mischung) garnieren und mit fein geschnittenen Frühlingszwiebeln oder Schnittlauch bestreuen. Sofort servieren, solange das Innere noch schön saftig ist.
Notes
Verwende Reis vom Vortag, damit die Körner trocken genug sind und beim Braten locker bleiben.
Brate das Omelett bei mittlerer statt hoher Hitze, damit es außen nicht verbrennt und innen schön cremig bleibt.
Forme die Reiskuppel möglichst kompakt, dann lässt sich das Omelett leichter darüberklappen und behält seine Form auf dem Teller.
- Prep Time: 15
- Cook Time: 15
- Category: Hauptgericht
- Method: Braten
- Cuisine: Japanisch
Nutrition
- Serving Size: 1 Omurice (ca. 450 g)
- Calories: 650
- Sugar: 10
- Sodium: 1700
- Fat: 28
- Saturated Fat: 10
- Unsaturated Fat: 16
- Trans Fat: 0
- Carbohydrates: 70
- Fiber: 4
- Protein: 30
- Cholesterol: 350


